Definition und Ziele

Königsteiner Kreis – Was er ist

Der Königsteiner Kreis ist ein informeller Zusammenschluss von Historikern, Journalisten und Pädagogen im Rahmen des gemeinnützigen Königsteiner Vereins Terra Incognita e.V.
Er hat sich im Rahmen der Festveranstaltung "70 Jahre Haus der Länder" am 24. März 2019 in der Königsteiner Villa Rothschild gegründet.
Er besteht aus einem Büro, das sich professionell um die Projekte des „Königsteiner Kreises“ kümmert und einem Kreis ideeller Teilnehmer aus Forschung, Publizistik und Bildung, die je nach Anlass beratend den Projekten zur Seite stehen oder diese Projekte aktiv begleiten.
Der Königsteiner Kreis beruft sich bewusst und in Ehrung der historischen Bedeutung auf den historischen „Königsteiner Kreis“ der Jahre 1949 bis 1997.

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Königsteiner Kreis – Was er will

Der Königsteiner Kreis verfolgt mit allen seinen Aktivitäten die Verbreitung und Etablierung der nationalen Freiheits- und Demokratiegeschichte seit ihren Anfängen in der Öffentlichkeit. Damit wird versucht, einer Spaltung unserer Gesellschaft bzw. unserer Nation entgegenzuwirken und unsere Demokratiegeschichte als eine gemeinsame Basis unseres Zusammenlebens zu begreifen.
Dies geschieht durch eigene Veranstaltungen, Ansprache und Beratung entsprechender potentieller Partner der öffentlichen Hände (Verwaltungen, Museen, Vereine, politische Parteien, Zentralen für politische Bildung …) und eigene Publikationen.
Schwerpunkte für die Jahre 2019 bis 2024 sind dabei:Deutschland und die französische Revolution (Mainzer Republik etc.), die Entstehung der Bundesrepublik Deutschland 1945 bis 1949.

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Königsteiner Kreis – Worauf er sich gründet

Der Königsteiner Kreis gründet sich im Wissenschaftlichen auf die Ergebnisse der historischen Forschung zur deutschen Demokratiegeschichte.

Der Königsteiner Kreis gründet sich im Politischen auf die grundlegenden Zitate von:

Konrad Adenauer (1951):
„Die Tragik in der Entwicklung der deutschen Demokratie liegt darin, daß, obwohl der demokratische Gedanke im Volk und auch in der Schicht der Gebildeten tief verwurzelt gewesen ist, er auf nationaler Ebene nur schwer Gestalt und Form finden konnte.
Angesichts dieser Gesamtlage dürfen wir mit Freude, ja mit Stolz darauf hinweisen, daß das deutsche Volk sich mit überwältigender Mehrheit für diejenigen Parteien ausgesprochen hat, die demokratische Prinzipien vertreten.“


Gustav Heinemann (1970):
„Nichts kann uns hindern, in der Geschichte unseres Volkes nach jenen Kräften zu spüren und ihnen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, die dafür gelebt und gekämpft haben, damit das deutsche Volk politisch mündig und moralisch verantwortlich sein Leben und seine Ordnung selbst gestalten kann. … Traditionen sind mit anderen Worten keineswegs das Privileg konservativer Kräfte. Noch weniger gehören sie in die alleinige Erbpacht von Reaktionären, obgleich diese am lautstärksten von ihnen reden“.

Norbert Lammert (2013):
„Ein würdiges und zugleich angemessen differenziertes Gedenken an die deutsche Revolutions- und Freiheitstradition ist nicht nur für den ehrlichen Umgang mit der eigenen Geschichte unverzichtbar, sondern auch konstitutiv für das Selbstverständnis der Nation und ihre demokratische Traditionsbildung“.

Frank-Walter Steinmeier (2018):
„Wir brauchen den verbindenden Moment. Denn wir spüren doch, dass große Fliehkräfte an unserer Gesellschaft zerren, dass die Gräben tiefer werden, nicht nur die ökonomischen, sondern auch kulturelle. Wir alle haben ein tiefes Bedürfnis nach Heimat, Zusammenhalt, Orientierung. Und dafür spielt der Blick auf die eigene Geschichte eine entscheidende Rolle. Jedes Volk sucht Sinn und Verbundenheit in seiner Geschichte – warum sollte das für uns Deutsche nicht gelten?
Man kann unser Land nicht begründen ohne die weit verzweigten Wurzeln von Demokratie- und Freiheitsbestrebungen, die es über Jahrhunderte hinweg gegeben hat und aus denen die Bundesrepublik nach 1945 auch wachsen konnte.
Zuversicht haben die Frauen und Männer bewiesen, die uns auf dem langen Weg zu Einigkeit und Recht und Freiheit in unserem Land vorangegangen sind. Die Vorkämpfer zur Zeit der Französischen Revolution, in der sehr kurzlebigen Mainzer Republik etwa, und im liberalen Vormärz, während der Revolution von 1848 und in der Frankfurter Paulskirche, deren Geist nicht nur die Weimarer Verfassung durchzieht, sondern auch unser heutiges Grundgesetz.
Und wenn wir genau hinschauen, dann entdecken wir noch frühere Anfänge von Selbstbestimmung und Gewaltenteilung, Anfänge, die bis ins Mittelalter zurückreichen, zum Stolz der Freien Reichs- oder Hansestädte etwa, zu den Freiheitsforderungen der deutschen Bauern, oder zur alten Reichsverfassung.
Zu viele von ihnen sind heute vergessen. Ich wünsche mir, dass wir mehr Aufmerksamkeit, mehr Herzblut und, ja, gern auch mehr finanzielle Mittel den Orten und den Protagonisten unserer Demokratiegeschichte widmen. Für das Selbstverständnis unserer Republik sollten wir mehr investieren als nur in die Grablege von Königen oder die Schlösser von Fürsten!“

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Königsteiner Kreis – Präsent in Königstein

Der „Königsteiner Kreis“ ist mit Veranstaltungen in alleiniger Eigenverantwortung nur in Königstein im Taunus präsent.
Dies geschieht im Rahmen von kleinen Ausstellungen, Wortveranstaltungen und Konzerten.

Dem Königsteiner Kreis, Sektion Königstein, gehören zur Zeit an: Alexander Frh.v. Bethmann, Simona Krüger, Dr. Bärbel von Römer-Seel, Christoph Schlott, Andrea Schmitt.

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Königsteiner Kreis – Das Büro

Das Büro des Königsteiner Kreises kümmert sich um die Umsetzung der konkreten Projekte und Beratungsleistungen. Es wird geleitet von Christoph Schlott M.A. (Historiker, Archäologe, Publizist), Sara Anil (Historikerin am Institut für geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz) und von beraten von Simona Krüger (Juristin).
Dr. Kai-Michael Sprenger (Historiker) und Dr. Michael Feldkamp (Historiker) sind unsere ständigen externen wissenschaftlichen Ansprechpartner.

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Weitere Strukturen

Die weitere Struktur des Königsteiner Kreises wird im Verlauf der nächsten Monate gestaltet.



Gründungsgruppe des Königsteiner Kreises

am 24. März 2019 in der Villa Rothschild (vlnr): Dr. Bärbel von Römer-Seel, Sara Anil, Christoph Schlott, Dr. Kai-Michael Sprenger, Dr. Michael F. Feldkamp,Alexander Frh.v. Bethmann