Definition und Ziele

Königsteiner Kreis – Was er ist

Der „Königsteiner Kreis“ ist eine Arbeitsgemeinschaft, deren Teilnehmer vom Vorstand des Vereins Terra Incognita e.V. berufen werden. Deren Mitarbeit ist nicht an Bedingungen geknüpft, ihre Teilnahme kann jederzeit durch eine einseitige Erklärung beendet werden.
Der „Königsteiner Kreis“ gliedert sich in zwei Gruppen:
1.
„Königsteiner Kreis – Deutsche Demokratiegeschichte“
mit Projekten und Veranstaltungen je nach Anlass und Arbeitslage im gesamten Bundesgebiet,
2.
„Königsteiner Kreis – Sektion Königstein“
mit Projekten und Veranstaltungen in Königstein.
3.
"Königsteiner Kreis - Sektion Mainzer Republik"
mit Projekten und Veranstaltungen zum Thema.

Alle praktischen Maßnahmen werden vom Vorstand von Terra Incognita e.V. verantwortet, der „Königsteiner Kreis“ ist keine eigene juristische Person.

Der „Königsteiner Kreis“ beruft sich bewusst und in Ehrung der historischen Bedeutung auf den historischen „Königsteiner Kreis“ der Jahre 1949 bis 1997.
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Königsteiner Kreis – Was er will

Der neue „Königsteiner Kreis“ knüpft in einem wesentlichen Punkt an die ideellen Ziele des historischen „Königsteiner Kreises“ an:
Der „Königsteiner Kreis“ verfolgt mit allen seinen Aktivitäten die Verbreitung und Etablierung der deutschen Freiheits- und Demokratiegeschichte seit ihren Anfängen in der Öffentlichkeit. Damit wird versucht, einer Spaltung unserer Gesellschaft bzw. unserer Nation entgegenzuwirken und unsere Demokratiegeschichte als eine gemeinsame Basis unseres Zusammenlebens zu begreifen.
Dies geschieht durch eigene Veranstaltungen, Ansprache und Beratung entsprechender potentieller Partner der öffentlichen Hände und anderer gesellschaftlicher Organisationen und eigene Publikationen.
Schwerpunkte für die Jahre 2019 bis 2024 sind dabei:
- Deutschland und die französische Revolution (Mainzer Republik etc.),
- Die Entstehung der Bundesrepublik Deutschland 1945 bis 1949.
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Königsteiner Kreis – Präsenz

Der „Königsteiner Kreis“ ist mit Veranstaltungen in alleiniger Eigenverantwortung des Trägervereins Terra Incognita e.V. nur in Königstein im Taunus präsent.
Veranstaltungen an anderen Orten Deutschlands werden in Kooperation angestrebt oder begleitet.
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Königsteiner Kreis – Nationale Demokratiegeschichte

Der „Königsteiner Kreis - Nationale Demokratiegeschichte“ besteht aus diesen Persönlichkeiten:

Sara Anil, Historikerin am Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz
Dr. Michael F. Feldkamp, Historiker in der Verwaltung des Deutschen Bundestages
Simona Krüger, freie Rechtsanwältin
Christoph Schlott, freier Historiker und Vorsitzender des Vereins Terra Incognita e.V.
Dr. Kai-Michael Sprenger, GF des Instituts für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz
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Königsteiner Kreis – Sektion Königstein

Die Sektion Königstein besteht aus diesen Persönlichkeiten:

Alexander Frhr.v. Bethmann
Christoph Klein
Simona Krüger
Dr. Bärbel von Römer-Seel
Christoph Schlott
Andrea Schmitt
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Königsteiner Kreis – Sektion "Mainzer Republik"

Die Sektion "Mainzer Republik" besteht aus diesen Persönlichkeiten:

Dr. Kai-Michael Sprenger
Sara Anil
Sarah Traub
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Königsteiner Kreis – Das Büro

Das Büro des „Königsteiner Kreises“ kümmert sich um die Umsetzung der konkreten Projekte und Beratungsleistungen. Es wird geleitet von Christoph Schlott M.A. (Historiker, Archäologe, Publizist) und Sara Anil (Historikerin am Institut für geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz)
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Königsteiner Kreis – Ratgeber

Der „Königsteiner Kreis“ beruft Ratgeber, die punktuell und ihren akademischen Arbeitsbereichen entsprechend die Arbeit begleiten.
Zur Zeit ist dies:

Prof.Dr. Andreas Fahrmair, Goethe-Universität Frankfurt, Historiker

Benedikt Erenz, Hamburg, Journalist

Gründungsgruppe des Königsteiner Kreises

am 24. März 2019 in der Villa Rothschild (vlnr): Dr. Bärbel von Römer-Seel, Sara Anil, Christoph Schlott, Dr. Kai-Michael Sprenger, Dr. Michael F. Feldkamp,Alexander Frh.v. Bethmann



Königsteiner Kreis – Worauf er sich gründet

Der Königsteiner Kreis gründet sich im Wissenschaftlichen auf die Ergebnisse der historischen Forschung zur deutschen Demokratiegeschichte.

Der Königsteiner Kreis gründet sich im Politischen auf die grundlegenden Zitate von:

Konrad Adenauer (1951):
„Die Tragik in der Entwicklung der deutschen Demokratie liegt darin, daß, obwohl der demokratische Gedanke im Volk und auch in der Schicht der Gebildeten tief verwurzelt gewesen ist, er auf nationaler Ebene nur schwer Gestalt und Form finden konnte.
Angesichts dieser Gesamtlage dürfen wir mit Freude, ja mit Stolz darauf hinweisen, daß das deutsche Volk sich mit überwältigender Mehrheit für diejenigen Parteien ausgesprochen hat, die demokratische Prinzipien vertreten.“


Gustav Heinemann (1970):
„Nichts kann uns hindern, in der Geschichte unseres Volkes nach jenen Kräften zu spüren und ihnen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, die dafür gelebt und gekämpft haben, damit das deutsche Volk politisch mündig und moralisch verantwortlich sein Leben und seine Ordnung selbst gestalten kann. … Traditionen sind mit anderen Worten keineswegs das Privileg konservativer Kräfte. Noch weniger gehören sie in die alleinige Erbpacht von Reaktionären, obgleich diese am lautstärksten von ihnen reden“.

Norbert Lammert (2013):
„Ein würdiges und zugleich angemessen differenziertes Gedenken an die deutsche Revolutions- und Freiheitstradition ist nicht nur für den ehrlichen Umgang mit der eigenen Geschichte unverzichtbar, sondern auch konstitutiv für das Selbstverständnis der Nation und ihre demokratische Traditionsbildung“.

Frank-Walter Steinmeier (2018):
„Wir brauchen den verbindenden Moment. Denn wir spüren doch, dass große Fliehkräfte an unserer Gesellschaft zerren, dass die Gräben tiefer werden, nicht nur die ökonomischen, sondern auch kulturelle. Wir alle haben ein tiefes Bedürfnis nach Heimat, Zusammenhalt, Orientierung. Und dafür spielt der Blick auf die eigene Geschichte eine entscheidende Rolle. Jedes Volk sucht Sinn und Verbundenheit in seiner Geschichte – warum sollte das für uns Deutsche nicht gelten?
Man kann unser Land nicht begründen ohne die weit verzweigten Wurzeln von Demokratie- und Freiheitsbestrebungen, die es über Jahrhunderte hinweg gegeben hat und aus denen die Bundesrepublik nach 1945 auch wachsen konnte.
Zuversicht haben die Frauen und Männer bewiesen, die uns auf dem langen Weg zu Einigkeit und Recht und Freiheit in unserem Land vorangegangen sind. Die Vorkämpfer zur Zeit der Französischen Revolution, in der sehr kurzlebigen Mainzer Republik etwa, und im liberalen Vormärz, während der Revolution von 1848 und in der Frankfurter Paulskirche, deren Geist nicht nur die Weimarer Verfassung durchzieht, sondern auch unser heutiges Grundgesetz.
Und wenn wir genau hinschauen, dann entdecken wir noch frühere Anfänge von Selbstbestimmung und Gewaltenteilung, Anfänge, die bis ins Mittelalter zurückreichen, zum Stolz der Freien Reichs- oder Hansestädte etwa, zu den Freiheitsforderungen der deutschen Bauern, oder zur alten Reichsverfassung.
Zu viele von ihnen sind heute vergessen. Ich wünsche mir, dass wir mehr Aufmerksamkeit, mehr Herzblut und, ja, gern auch mehr finanzielle Mittel den Orten und den Protagonisten unserer Demokratiegeschichte widmen. Für das Selbstverständnis unserer Republik sollten wir mehr investieren als nur in die Grablege von Königen oder die Schlösser von Fürsten!“